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Kostenlos · Kuratiert · Auf Deutsch

Das KI-Verzeichnis: 2424 Skills, Agenten & Modelle zum Mitnehmen.

Claude-Subagenten, ChatGPT-Prompts, Cursor-Rules, n8n-Workflows und lokale Sprachmodelle — geprüft, mit deutscher Anleitung und freier Lizenz. Kopieren. Einfügen. Loslegen.

Ein Werkzeugkasten, kein Zauberkasten.

Wer heute anfängt, mit KI zu arbeiten, steht vor einem seltsamen Problem: Die Werkzeuge sind da, sie sind erstaunlich gut — aber das Wissen, wie man sie wirklich nutzt, liegt verstreut in englischen GitHub-Repos, Reddit-Threads und Discord-Kanälen. Da gibt es Subagenten, die Code-Reviews auf Senior-Niveau machen. System-Prompts, die aus ChatGPT einen präzisen Übersetzungslektor formen. Fertige Automations-Workflows, die E-Mails sortieren, während Sie schlafen. Alles frei verfügbar, alles kostenlos — wenn man weiß, wo es liegt, was davon taugt und wie man es installiert.

Genau diese Lücke schließt dieses Verzeichnis. Ich habe die großen, frei lizenzierten Sammlungen der KI-Community durchforstet, die besten Einträge herausgesucht, ihre Lizenzen einzeln verifiziert und jeden Eintrag auf Deutsch beschrieben: Was ist das? Was kann ich damit machen? Wie installiere ich es? Herausgekommen sind 2424 Einträge in fünf Kategorien — von denen 2262 direkt hier kopier- und herunterladbar sind, der Rest sauber verlinkt mit ehrlicher Einordnung.

Das Ziel ist ein deutschsprachiges Verzeichnis für KI-Skills, Agenten und lokale Modelle, das diesen Namen verdient — eines, zu dem jeder beitragen kann und bei dem trotzdem jemand persönlich draufschaut, bevor etwas erscheint. Ob daraus einmal das größte seiner Art wird, entscheiden nicht wir mit Ankündigungen, sondern die Inhalte und die Menschen, die mitmachen. Bis dahin gilt: kein automatisch zusammengekratzter Linkfriedhof, sondern ein kuratierter Werkzeugkasten, der wächst.

Und weil gute Werkzeuge nichts nützen, wenn man sie nicht einordnen kann, beginnen wir mit dem wichtigsten Teil: den Begriffen. Die KI-Szene wirft mit Wörtern um sich — Skill, Agent, Prompt, Rule, Workflow, MCP. Hinter jedem steckt eine einfache Idee. Hier sind alle sieben, ohne Fachchinesisch.

Die sieben Werkzeug-Arten.

Jeder Eintrag im Katalog trägt eines dieser Etiketten. Wenn Sie die sieben Begriffe kennen, finden Sie sich überall in der KI-Welt zurecht.

S

Skill

Das Rezept

Ein Skill ist eine strukturierte Anleitung, die einem KI-Werkzeug wie Claude Code eine neue Fähigkeit beibringt: „So erstellst du ein sauberes PDF", „So gehst du bei einem Code-Review vor". Der Skill liegt als Markdown-Datei auf Ihrem Rechner und wird automatisch geladen, sobald eine Aufgabe dazu passt. Das Schöne: Ein guter Skill ersetzt hundertmal dasselbe Erklären.

S

Subagent

Der Spezialist

Ein Subagent ist eine eigenständige KI-Rolle mit klarem Auftrag — der Sicherheits-Auditor, der Datenbank-Experte, der Texter. Er bekommt eine eigene Persönlichkeit, eigene Werkzeuge und arbeitet Aufgaben selbstständig ab, während der Haupt-Assistent koordiniert. Wie ein Handwerker-Team: Einer verlegt die Leitungen, einer verputzt, einer streicht.

P

Prompt

Die Arbeitsanweisung

Ein guter System-Prompt verwandelt ein allgemeines Chat-Modell in einen Spezialisten: den geduldigen Sprachlehrer, den kritischen Lektor, den Interview-Trainer. Prompts sind die einfachste Einstiegsdroge in diesem Verzeichnis — kopieren, in ChatGPT oder Claude einfügen, fertig. Kein Installieren, kein Risiko.

R

Rule

Die Hausordnung

Rules sind Dauer-Anweisungen für KI-Code-Editoren wie Cursor, Windsurf oder GitHub Copilot: „In diesem Projekt schreiben wir TypeScript strikt, testen mit Vitest und dokumentieren auf Deutsch." Einmal ins Projekt gelegt, hält sich die KI in jeder Sitzung daran — das spart endlose Wiederholungen und sorgt für konsistenten Code im Team.

W

Workflow

Das Fließband

Ein Workflow verkettet feste Schritte zu einem Ablauf, der immer gleich funktioniert — zum Beispiel in n8n: „Neue E-Mail → KI fasst zusammen → Zusammenfassung nach Telegram". Die KI ist dabei ein Baustein unter mehreren. Workflows importieren Sie als JSON-Datei mit wenigen Klicks und tauschen nur noch Ihre Zugangsdaten ein.

M

MCP-Server

Der Adapter

Das Model Context Protocol (MCP) ist der Standard-Stecker zwischen KI und Außenwelt: Ein MCP-Server gibt Claude & Co. kontrollierten Zugriff auf Dateisysteme, Datenbanken, Browser oder APIs. Statt für jedes Werkzeug eine Sonderlösung zu bauen, spricht die KI ein Protokoll — und die Auswahl an fertigen Servern wächst wöchentlich.

L

Lokales LLM

Die eigene KI

Ein lokales Sprachmodell läuft komplett auf Ihrer Hardware — kein Cloud-Konto, keine Datenübertragung, keine laufenden Kosten. Vom 4-GB-Winzling fürs Notebook bis zum 70B-Schwergewicht für die Workstation: Unser Modell-Katalog sagt Ihnen ehrlich, was welches Modell kann und welche Hardware es braucht.

Workflow oder Agent? Der Unterschied, an einem echten Beispiel.

Die beiden Begriffe werden ständig durcheinandergeworfen, dabei ist der Unterschied entscheidend — für die Kosten, die Verlässlichkeit und die Frage, wie viel Kontrolle Sie abgeben. Ich erkläre ihn am besten an einem System, das genau auf dieser Website im Einsatz ist: meinemBlogpilot, der die News-Artikel hier mitproduziert.

Der Blogpilot ist ein Workflow. Ein festes Fließband: Ein Skript sammelt jeden Morgen Nachrichten aus 25 Quellen und bewertet sie nach einem Punktesystem — ganz ohne KI, reine Handarbeit in Code. Die besten Kandidaten landen als E-Mail in meinem Postfach. Antworte ich mit „Nummer 3, und meine Meinung dazu ist …", ruft das Skript genau einmal ein Sprachmodell auf: Schreib aus Quelle plus Meinung einen Artikelentwurf. Der Entwurf kommt zurück per Mail, ich sage „OK", das Skript veröffentlicht. Jeder Schritt steht fest. Die KI ist eine Schreibmaschine an Position vier des Fließbands — mehr nicht. Würde ich sie herausnehmen, bliebe das Fließband stehen, aber es würde nie etwas anderes tun als geplant.

Ein Agent funktioniert grundlegend anders. Er bekommt ein Ziel („Finde heraus, warum der Server langsam ist") und entscheidet dann selbst, welche Werkzeuge er in welcher Reihenfolge einsetzt: Logs lesen, Prozesse prüfen, eine Vermutung bilden, die Vermutung testen, umdenken, weitersuchen. Diese Denk-Handlungs-Schleife macht Agenten mächtig — und gleichzeitig weniger vorhersehbar. Ein Agent kann Wege finden, auf die Sie nie gekommen wären. Er kann sich aber auch verrennen, deshalb gehören Leitplanken dazu: begrenzte Rechte, Rückfragen bei riskanten Aktionen, ein Mensch, der das Ergebnis abnimmt.

Die Faustregel für die Praxis: Wiederholt sich die Aufgabe in immer gleicher Form, bauen Sie einen Workflow. Ist der Lösungsweg jedes Mal anders, brauchen Sie einen Agenten. Rechnungen aus E-Mail-Anhängen in einen Ordner sortieren? Workflow. Einen gewachsenen Fehler in einer fremden Codebasis finden? Agent. Und oft ist die beste Lösung die Kombination — ein Workflow, der an einer klug gewählten Stelle einen Agenten (oder eben nur eine „KI-Schreibmaschine") einspannt. Der Katalog hat für beide Welten Material: fertige Workflows für n8ngenauso wie Subagenten für Claude Code.

Kopieren, einfügen, fertig.

Jeder kopierbare Eintrag hat drei Knöpfe, und die Unterschiede sind schnell erklärt. „Inhalt kopieren" legt den nutzbaren Text in Ihre Zwischenablage — bei Skills und Agenten ohne den technischen Vorspann, also genau das, was Sie in ein Chat-Fenster oder eine Konfiguration einfügen würden. „RAW kopieren"nimmt die Datei eins zu eins, mitsamt Metadaten-Kopf — das Richtige, wenn Sie die Datei unverändert in Ihr Projekt legen wollen.„Als Datei laden" speichert den Eintrag als Datei mit dem originalen Namen, bereit zum Ablegen im Zielordner.

Wohin damit? Steht bei jedem Eintrag unter „So nutzt du es" — für Claude-Agenten ist es ~/.claude/agents/, für Cursor-Rules.cursor/rules/ im Projekt, n8n-Workflows importieren Sie über Import from File. Keine Registrierung, kein Newsletter, keine Bezahlschranke: markieren, kopieren, arbeiten.

Und ja, wir zählen mit — anonym: Jeder Eintrag zeigt, wie oft er kopiert und heruntergeladen wurde. So sehen Sie auf einen Blick, was die Community wirklich benutzt, nicht nur, was gut klingt.

Hände auf einer Tastatur beim schnellen Arbeiten mit Kopieren und Einfügen
Foto: Adikos · CC BY 2.0 (Symbolbild, Zuschnitt)

Welcher Einstieg passt zu Ihnen?

2424 Einträge sind ein Angebot, keine Hausaufgabe. Niemand braucht alles — die Kunst ist, mit dem richtigen Stück anzufangen. Darum hier die ehrliche Wegbeschreibung, die ich auch Kundinnen und Kunden in Köln gebe, wenn sie fragen: „Wo fange ich an?"

Sie nutzen bislang nur ChatGPT im Browser? Dann starten Sie bei den Prompts. Ein guter System-Prompt ist der größte Qualitätssprung pro Minute Aufwand, den es in der KI-Welt gibt: kopieren, einfügen, und aus dem allgemeinen Assistenten wird ein Lektor, ein Sprachtrainer, ein strukturierter Interviewpartner. Kein Risiko, keine Installation — nur bessere Antworten.

Sie programmieren mit KI-Unterstützung? Dann sindRules für Cursor, Copilot & Co.Ihr Hebel: Einmal die Konventionen Ihres Projekts hinterlegen, und der KI-Editor hört auf, bei jedem Chat aufs Neue Ihren Stil zu ignorieren. Wer Claude Code nutzt, holt sich dazu dieSubagenten — der Code-Reviewer und der Debugger sind die beiden, die ich selbst am häufigsten empfehle.

Sie wollen Abläufe automatisieren, ohne zu programmieren?Schauen Sie in die n8n-Workflows: E-Mail-Zusammenfassungen, Telegram-Bots, RSS-Automatik — als JSON importieren, Zugangsdaten eintragen, läuft. Das NASA-Foto-Beispiel mit vier Bausteinen ist der perfekte erste Erfolg für einen Regenabend.

Ihre Daten dürfen das Haus nicht verlassen? Willkommen bei den lokalen LLMs. Der Katalog nennt für jedes Modell die ehrliche Hardware-Anforderung — vom 8-GB-Laptop (Llama 3.1 8B, Qwen 3 8B) über 16 GB (Gemma 3 12B, Phi-4) bis zur Workstation (Llama 3.3 70B). Dazu die Runner-Tools wie Ollama und LM Studio, mit denen aus „Modell herunterladen" ein Zwei-Befehle-Projekt wird. Gerade für Praxen, Kanzleien und alle mit Verschwiegenheitspflicht ist das der Weg, KI überhaupt einsetzen zu dürfen.

Und wenn Sie nicht sicher sind: Sortieren Sie denKatalog nach Beliebtheit. Die Zähler lügen nicht — was oft kopiert und gut bewertet wird, hat sich draußen bewährt.

Ehrlichkeit gehört dazu: Sicherheit & Lizenzen.

Zwei Themen, die auf Hochglanz-KI-Seiten gern fehlen. Erstens:Sicherheit. Ein Prompt kann nichts kaputtmachen — ein Agent mit Dateizugriff schon. Deshalb die drei Regeln, die vor jedem Eintrag hier stehen könnten: Lesen Sie, was Sie installieren (die Vorschau zeigt jede Datei ungeschönt). Geben Sie Agenten nur die Rechte, die die Aufgabe braucht. Und lassen Sie autonome Werkzeuge nie unbeaufsichtigt auf Daten los, die Sie nicht gesichert haben. Prompt-Injection — versteckte Anweisungen in Webseiten oder Dokumenten, die einen Agenten kapern — ist keine Theorie, sondern der Grund, warum seriöse Agenten-Setups mit Leitplanken arbeiten.

Zweitens: Lizenzen. In dieses Verzeichnis wird nur kopiert, was unter einer freien Lizenz steht — MIT, Apache-2.0 oder CC0. Diese Lizenzen erlauben Nutzung, Veränderung und kommerziellen Einsatz; die Original-Lizenztexte liegen im Quell-Repository bei. Alles andere — Modell-Gewichte mit Community-Lizenzen, Repos ohne Lizenzangabe, kommerzielle Tools — wird nur verlinkt, mit Beschreibung, aber ohne Kopie. Bei jedem Eintrag steht die Lizenz dabei, und wo eine Lizenz Haken hat („nicht kommerziell!", „EU-Einschränkungen beachten"), schreiben wir das dazu. Langweilig? Vielleicht. Aber es ist der Unterschied zwischen einem Verzeichnis, dem Sie vertrauen können, und einem Download-Portal.

Dunkler Bildschirm mit Terminal-Ausgabe — typische Arbeitsumgebung für KI-Agenten
Foto: Lachlan Hardy · CC BY 2.0 (Symbolbild, Zuschnitt)
Nahaufnahme einer Platine — Sinnbild für lokale KI auf eigener Hardware
Foto: derekGavey · CC BY 2.0 (Symbolbild, Zuschnitt)

Die fünf Regale, einmal durchgegangen.

Damit Sie nicht blind in den Katalog springen müssen, hier die fünf Kategorien mit dem, was Sie dort wirklich erwartet — inklusive der Einträge, die ich zuerst anschauen würde.

Claude — Skills, Subagenten & MCP

Das Regal für alle, die mit Claude und vor allem Claude Code arbeiten. Herzstück sind die Subagenten aus vier großen MIT-lizenzierten Sammlungen: vom Code-Reviewer über den Security-Auditor bis zum PRD-Writer, der aus einer Produktidee ein sauberes Anforderungsdokument macht. Dazu kommen Skills — etwa fürs strukturierte Brainstorming oder saubere Änderungsprotokolle — und der Einstieg in die MCP-Welt, mit der Claude Dateisysteme, Datenbanken und Browser ansteuert. Wer nur einen einzigen Eintrag ausprobieren will: der code-reviewer von wshobson. Einmal installiert, läuft er vor jedem Merge — und meckert produktiver als mancher Kollege.

OpenAI & ChatGPT — Prompts, GPTs & Agents-SDK

Die Kategorie mit der niedrigsten Einstiegshürde. Vierzig kuratierte System-Prompts verwandeln ChatGPT in Spezialisten — Übersetzungslektor, Excel-Erklärer, Bewerbungscoach, Sokrates-Gesprächspartner. Dazu ein Katalog empfehlenswerter Custom GPTs aus dem GPT Store (nur solche, die auch 2026 noch gepflegt werden) und lauffähige Code-Beispiele für das OpenAI Agents SDK, falls Sie eigene Agenten in Python oder JavaScript bauen wollen. Prompts sind übrigens erstaunlich modell-agnostisch: Was ChatGPT besser macht, macht meist auch Claude oder ein lokales Gemma besser.

IDE-Tools — Cursor, Copilot, Windsurf & Cline

Das größte Regal, und das mit dem unmittelbarsten Alltagsnutzen für Entwickler. Rules und Instructions sind Dauer-Anweisungen für KI-Editoren: Projektkonventionen, Framework-Best-Practices, Clean-Code-Regeln. Die Sammlung deckt die populären Stacks ab — Next.js, React, Vue, Python, Django, FastAPI, Swift, Docker — jeweils aus CC0- oder MIT-Quellen. Mein Tipp für den Anfang ist unspektakulär: codequality.mdc, ein Basis-Regelwerk, das die KI zwingt, Informationen zu verifizieren und keine ungefragten Änderungen zu machen. Klingt banal, erspart aber genau die Sorte Überraschung, die KI-Coding in Verruf gebracht hat.

Lokale LLMs — Modelle, Ollama & Runner

Der große Modell-Katalog: über fünfzig lokale Sprachmodelle in sieben Gruppen — Allrounder, Coding-Spezialisten, Reasoning-Modelle, Winzlinge für schwache Hardware, Vision-Modelle, Audio und Embeddings für die eigene Suche. Jeder Eintrag beantwortet die Fragen, die man sonst mühsam zusammensucht: Welche Größen gibt es? Was läuft auf meinen 16 GB? Ist die Lizenz wirklich frei oder nur „frei mit Sternchen"? Dazu die Ollama-Praxisanleitungen und die Runner-Tools von LM Studio bis llama.cpp. Diese Kategorie ist der Grund, warum das Verzeichnis auch für Leute interessant ist, die nie eine Zeile Code schreiben — lokale KI ist 2026 ein Consumer-Thema geworden.

Agent-Frameworks — n8n, LangGraph, CrewAI & Co.

Das Maschinenhaus. Zwanzig importfertige n8n-Workflows (vom Vier-Bausteine-Lernbeispiel bis zum multimodalen WhatsApp-Assistenten), Jupyter-Notebooks für agentische RAG-Muster mit LangGraph, typsichere Pydantic-AI-Beispiele, CrewAI-Guides für Agenten-Teams und ein Katalog fertiger Bot-Frameworks für Telegram, Discord und WhatsApp. Hier steht auch das meiste Material zur Workflow-oder-Agent-Frage von weiter oben — inklusive Beispielen für beide Antworten.

Fünf Rezepte für den ersten Abend.

Theorie ist schön, aber dieses Verzeichnis ist zum Benutzen da. Hier sind fünf konkrete Mini-Projekte — jedes unter einer halben Stunde, jedes komplett mit Material aus dem Katalog.

1. Der Feierabend-Lektor (5 Minuten). Nehmen Sie einen Lektorats-Prompt aus der Prompt-Sammlung, legen Sie ihn in ChatGPT oder Claude als Dauer-Anweisung an, und lassen Sie ab heute jede wichtige E-Mail einmal gegenlesen: Ton, Klarheit, Tippfehler. Der Unterschied zu „mach das mal schöner" ist verblüffend — weil ein guter Prompt der KI sagt, wonach sie suchen soll, statt nur dass.

2. Das erste eigene Fließband (20 Minuten). Installieren Sie n8n (oder nutzen Sie die Cloud-Testversion), importieren Sie den NASA-Foto-Workflow und verbinden Sie ihn mit einem Telegram-Kanal. Ergebnis: jeden Morgen ein Astrofoto aufs Handy. Nutzlos? Vielleicht. Aber Sie haben danach verstanden, wie Trigger, Bausteine und Credentials zusammenspielen — und das nächste Fließband sortiert Ihre Rechnungen.

3. Der strenge Kollege für Claude Code (10 Minuten).Den code-reviewer-Subagenten nach ~/.claude/agents/kopieren, dann in einem Projekt fragen: „Lass den Code-Reviewer über meine letzten Änderungen schauen." Sie bekommen ein strukturiertes Review mit Schweregraden — und lernen nebenbei, wie Subagenten delegiert werden.

4. Die erste lokale KI (15 Minuten + Download). Ollama installieren, ollama run gemma3:4b tippen, warten, chatten. Auf fast jedem Rechner der letzten Jahre läuft dieses kleine Modell — und es fühlt sich anders an, wenn die Antwort aus dem eigenen Gerät kommt und der Netzwerkstecker gezogen sein könnte. Danach wissen Sie, ob das Thema Sie packt; der Modell-Katalog zeigt dann den Weg nach oben.

5. Die Hausordnung fürs nächste Projekt (10 Minuten).Eine passende Rule für Ihren Stack aus den IDE-Tools kopieren, ins Projekt legen, dazu clean-code.mdc — und beim nächsten KI-Pairing merken, wie viel seltener Sie „nein, so machen wir das hier nicht" tippen. Rules sind das unsichtbarste Werkzeug im Katalog und vielleicht das mit der besten Zeitbilanz.

Wenn eines dieser Rezepte bei Ihnen funktioniert hat: Sterne dalassen, kurz kommentieren, was gut lief — das hilft den Nächsten bei der Auswahl. Und wenn nicht: auch das ist ein wertvoller Kommentar.

Drei Missverständnisse, die Sie hier ablegen können.

„Ich muss programmieren können." Für die Hälfte des Katalogs: nein. Prompts sind Kopieren und Einfügen, Custom GPTs sind ein Klick, n8n ist Drag & Drop, und ein lokales Modell startet mit einem einzigen Befehl, den Sie hier abtippen können. Programmierkenntnisse erweitern den nutzbaren Teil des Katalogs — sie sind aber keine Eintrittskarte.

„Das ist doch alles Spielzeug, bis die nächste Modellgeneration kommt." Das Gegenteil ist wahr: Gerade weil sich die Modelle so schnell drehen, sind die Werkzeuge drumherum die stabile Investition. Ein guter System-Prompt, eine saubere Projekt-Rule, ein durchdachter Workflow überleben jeden Modellwechsel — Sie tauschen den Motor, das Fahrzeug bleibt. Wer heute lernt, mit Skills und Agenten zu arbeiten, lernt nichts, was nächstes Jahr wertlos wird.

„Kostenlos heißt: irgendwo zahle ich doch." Berechtigter Reflex, hier trotzdem falsch. Die Inhalte stammen aus offenen Community-Sammlungen und stehen unter Lizenzen, die genau diese Weitergabe wollen. Dieses Verzeichnis verdient nichts an Ihnen: kein Konto, keine Werbung, keine Affiliate-Links, keine „Pro-Version". Es ist das Schaufenster eines Kölner IT-Betriebs, zugegeben — aber eines, in dem Sie nichts kaufen müssen, um alles mitnehmen zu dürfen.

Wie ein Eintrag hier hineinkommt.

Damit „kuratiert" kein Werbewort bleibt, hier die Kriterien, die jeder Eintrag durchläuft — egal ob er aus meiner eigenen Recherche stammt oder aus einer Community-Einreichung.

Erstens: die Lizenzfrage. Bevor irgendetwas kopiert wird, wird die Lizenz des Quell-Repositories einzeln geprüft — nicht die Behauptung im README, sondern die tatsächliche Lizenzdatei. Nur MIT, Apache-2.0, CC0 und vergleichbar freie Lizenzen kommen als Kopie ins Verzeichnis, und die Original-Lizenztexte wandern mit. Repos ohne Lizenzangabe werden grundsätzlich nur verlinkt, selbst wenn der Inhalt noch so gut ist. Das klingt pedantisch, ist aber der Punkt, an dem sich entscheidet, ob Sie die Inhalte beruhigt im Firmenkontext einsetzen können.

Zweitens: die Nutzwertfrage. Jeder Eintrag muss die drei Fragen beantworten, die man wirklich hat: Was ist das? Was kann ich damit machen? Wie bekomme ich es zum Laufen? Einträge, die sich nur mit Superlativen beschreiben lassen („der ultimative Produktivitäts-Boost!"), fliegen raus. Einträge mit ehrlichen Einschränkungen — „läuft nur mit 24 GB aufwärts", „Lizenz verbietet kommerzielle Nutzung" — bekommen genau diese Einschränkung prominent dazugeschrieben.

Drittens: die Herkunftsfrage. Bevorzugt werden gepflegte Quellen mit erkennbarer Community — Sammlungen, in denen Fehler gemeldet und behoben werden, statt Einmal-Uploads von 2023. Wo ein Original-Repo umstrukturiert wurde oder eingeschlafen ist, steht das im Eintrag. Und bei Community-Einreichungen gilt zusätzlich: keine Inhalte, die offensichtlich von anderswo kopiert wurden, ohne dass die Rechte geklärt sind — im Zweifel frage ich nach.

Das Verfahren ist bewusst menschlich statt automatisch. Es skaliert schlechter als ein Crawler, aber es hält den Katalog in einem Zustand, in dem „steht im Verzeichnis" tatsächlich etwas bedeutet.

Warum das Ganze — und warum auf Deutsch?

Die ehrliche Antwort beginnt mit einer Beobachtung aus meinem Alltag als IT-Dienstleister in Köln: Die Werkzeuge, die ich bei Kundinnen und Kunden einsetze, sind fast alle frei verfügbar. Was den Unterschied macht, ist nicht der Zugang — es ist die Übersetzungsarbeit. Nicht von Englisch nach Deutsch (das auch), sondern von „hier ist ein Repo mit 138 Agenten" zu „diese fünf lohnen sich für dich, so installierst du sie, und Finger weg von dem da, die Lizenz erlaubt keinen kommerziellen Einsatz". Diese Übersetzungsarbeit einmal ordentlich zu machen und dann zu verschenken — das ist dieses Verzeichnis.

Der deutschsprachige Raum ist bei KI-Werkzeugen in einer merkwürdigen Lage: Die Nutzung explodiert, aber die Infrastruktur drumherum — Kataloge, Bewertungen, ehrliche Hardware-Angaben, Lizenz-Klarheit — existiert fast nur auf Englisch und fast immer mit kommerziellem Hintergedanken. Wer „beste Cursor Rules" googelt, landet auf SEO-Farmen; wer wissen will, ob ein Modell auf seinem Rechner läuft, liest Reddit-Threads von 2024. Ein gepflegtes, deutschsprachiges, kostenloses Verzeichnis mit Community-Bewertungen ist keine Weltrevolution — aber es ist das Puzzleteil, das hier gefehlt hat.

Und ja: Das Verzeichnis lebt auf der Website eines Ein-Personen-IT-Betriebs, und natürlich freue ich mich, wenn jemand nach dem Stöbern denkt „der Mensch weiß, wovon er redet". Aber die Inhalte stehen für sich, ohne Anmeldung und ohne dass Ihnen hier etwas verkauft wird. Werkzeuge gehören in viele Hände — das galt beim Hammer, das gilt beim Subagenten. Wenn Sie also nur eines aus diesem langen Text mitnehmen: Suchen Sie sich unten im Katalog ein einziges Werkzeug aus, probieren Sie es heute noch aus, und erzählen Sie in den Kommentaren, was passiert ist. So wächst dieses Ding — ein ehrlicher Erfahrungsbericht nach dem anderen.

Ein Verzeichnis, das die Community baut.

Kuratiert heißt nicht verschlossen. Jeder Eintrag lässt sichbewerten (ein bis fünf Sterne), liken undkommentieren — Erfahrungen, Stolperfallen, bessere Varianten: genau das, was in den Original-Repos oft in irgendeinem Issue-Thread versandet, steht hier direkt beim Werkzeug. Die Zähler für Kopien und Downloads sind öffentlich, und der Katalog sortiert auf Wunsch danach: Was die Community am meisten nutzt, steht oben. Ohne Konto, ohne Tracking-Zirkus — ein Like wird lokal in Ihrem Browser gemerkt, die Zahlen laufen anonym zusammen.

Und der wichtigste Teil: Sie können beitragen. Über dasEinreich-Formular schicken Sie eigene Skills, starke Prompts oder Fundstücke mit freier Lizenz ins Verzeichnis — mit Namensnennung, wenn Sie mögen. Jede Einreichung landet zuerst auf meinem Schreibtisch: Ich prüfe Inhalt, Lizenz und Qualität, bevor etwas online geht. Das dauert manchmal einen Tag länger als ein automatisches System — dafür bleibt der Katalog das, was er verspricht: eine Sammlung, in der jeder Eintrag eine Daseinsberechtigung hat. So wächst hier Stück für Stück ein deutschsprachiges KI-Verzeichnis, das nicht einer Firma gehört, sondern allen, die es füllen — wie groß es wird, liegt an uns gemeinsam.

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Häufige Fragen.

Was kostet die Nutzung des KI-Verzeichnisses?+

Nichts. Alle Einträge sind kostenlos — kopieren, herunterladen, bewerten und kommentieren geht ohne Konto und ohne Bezahlung. Kopierbare Inhalte stehen unter freien Lizenzen (MIT, Apache-2.0, CC0) und dürfen auch kommerziell eingesetzt werden — die Lizenz steht am jeweiligen Eintrag. Einträge ohne freie Lizenz beschreiben und verlinken wir nur.

Was ist der Unterschied zwischen einem Skill und einem Agenten?+

Ein Skill ist eine Fähigkeits-Anleitung, die ein KI-Werkzeug bei passenden Aufgaben lädt — wie ein Rezept. Ein Agent (bzw. Subagent) ist eine eigenständige KI-Rolle mit eigenem Auftrag und Werkzeugzugriff, die selbstständig mehrere Arbeitsschritte plant und ausführt.

Wie installiere ich einen Claude-Code-Subagenten?+

Inhalt mit dem Copy-Button kopieren und als Markdown-Datei unter ~/.claude/agents/ (global) oder .claude/agents/ (im Projekt) speichern. Claude Code erkennt den Agenten beim nächsten Start automatisch. Bei jedem Eintrag steht die passende Anleitung dabei.

Brauche ich einen teuren Rechner für lokale LLMs?+

Für die kleinen Modelle nicht: Ein 8-GB-Rechner reicht schon für Llama 3.1 8B oder Qwen 3 8B. Ab 16 GB laufen sehr gute Allrounder wie Gemma 3 12B, und mit 24–32 GB (z. B. Mac mit Unified Memory oder RTX-Grafikkarte) sind Sie in der Mittelklasse angekommen. Bei jedem Modell im Katalog stehen die Hardware-Anforderungen dabei.

Darf ich die Inhalte kommerziell nutzen?+

Die kopierbaren Einträge stehen unter freien Lizenzen wie MIT, Apache-2.0 oder CC0 — die erlauben kommerzielle Nutzung. Die genaue Lizenz steht bei jedem Eintrag; bei verlinkten Inhalten (z. B. Modell-Gewichten) gilt die Lizenz des Anbieters, die wir jeweils benennen.

Wie kann ich eigene Skills oder Agenten einreichen?+

Über das Formular im Katalog: Titel, Beschreibung und Inhalt (oder Quell-Link) angeben, absenden — fertig. Jede Einreichung wird persönlich geprüft, bevor sie erscheint. Mit Namensnennung, wenn Sie möchten.

Sind KI-Agenten mit Systemzugriff nicht gefährlich?+

Sie verdienen Respekt, keine Angst: Agenten mit Werkzeugzugriff können durch manipulierte Inhalte (Prompt-Injection) in die Irre geführt werden. Deshalb gilt: Inhalte vor dem Einsatz lesen, Agenten nicht unbeaufsichtigt auf wichtigen Daten arbeiten lassen und Backups haben. Genau dafür gibt es hier zu jedem Eintrag eine ehrliche Einordnung.

Wie aktuell sind die Einträge?+

Das Verzeichnis wird laufend gepflegt: Neue Fundstücke und Community-Einreichungen kommen nach Prüfung dazu, veraltete Einträge werden markiert oder entfernt. Die Modell-Landschaft bewegt sich schnell — bei lokalen LLMs lohnt immer ein Gegencheck in der verlinkten Ollama-Library oder auf Hugging Face, ob es inzwischen eine neuere Version gibt.

Funktionieren die Claude-Skills auch mit ChatGPT oder lokalen Modellen?+

Teilweise. Prompts sind fast immer übertragbar — ein guter Lektorats-Prompt funktioniert in jedem Chat-Modell. Subagenten und Skills nutzen dagegen Mechanismen von Claude Code (Dateiablage, Werkzeugzugriff) und laufen dort am besten; die enthaltenen Anweisungstexte lassen sich aber oft als Inspiration für andere Werkzeuge ausschlachten. Bei jedem Eintrag steht, für welches Ökosystem er gebaut ist.

Wer steckt hinter dem Verzeichnis?+

Daniel von machichdigital.de — IT-Allrounder aus Köln mit KI-Schwerpunkt. Das Verzeichnis ist ein kostenloses Community-Projekt: kuratiert statt automatisch zusammengekratzt, mit deutschen Beschreibungen und geprüften Lizenzen.

Genug gelesen.

2424 Werkzeuge warten. Das erste ist in dreißig Sekunden installiert — und wenn Sie etwas Gutes finden, lassen Sie einen Stern da.