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Tutorial

KI, die das Haus nie verlässt.

Jede Anfrage an ChatGPT, Gemini oder Claude verlässt heute Ihr Gerät und landet auf fremden Servern. Für vieles ist das egal — für die Notiz mit den Medikamenten, das Foto vom Ausweis oder die vertrauliche Nachricht nicht.

Die Lösung heißt lokale KI: ein Sprachmodell, das komplett auf Ihrem eigenen Rechner läuft. Kein Konto, keine Cloud, und — der Punkt, der zählt — die Frage verlässt das Gerät gar nicht erst. Diese Anleitung bringt Sie in wenigen Minuten dorthin, ohne Vorwissen.

Welches Werkzeug passt zu Ihnen?

Vier gute, kostenlose Wege. Alle schicken standardmäßig nichts in die Cloud — der Unterschied ist vor allem Geschmack.

Ollama

Empfehlung Einstieg

Für: Terminal-affin, will Modelle auch in Skripte einbinden

Schlank, schnell, riesige Modell-Auswahl. Eine grafische Oberfläche holt man sich bei Bedarf mit Open WebUI dazu.

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LM Studio

Am einsteigerfreundlichsten

Für: Will ein fertiges Fenster, kein Terminal

Sieht aus wie ein Chat-Programm, eingebaute Modell-Suche, zeigt sogar an, welche Modelle auf die eigene Hardware passen.

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Jan

Open Source

Für: Legt Wert auf Transparenz und Open Source

Die quelloffene Alternative zu LM Studio: aufgeräumt, komplett offline nutzbar, Code einsehbar.

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GPT4All

Genügsam

Für: Schwächere Hardware, eigene Dokumente befragen

Sehr niedrigschwellig, läuft auch auf älteren Rechnern, bringt eine Funktion zum Befragen eigener PDFs mit.

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Schritt für Schritt: Ollama in 10 Minuten

Der schnellste Einstieg. Läuft auf Mac, Windows und Linux.

  1. Schritt 1 — Installieren

    Mac / Windows: Installer von ollama.com laden, Doppelklick, fertig.

    Linux (im Terminal):

    curl -fsSL https://ollama.com/install.sh | sh
  2. Schritt 2 — Ein Modell holen und starten

    ollama run llama3.2

    Beim ersten Mal lädt Ollama das Modell (ein paar Gigabyte), danach chatten Sie direkt im Terminal. Beenden mit /bye.

  3. Schritt 3 (optional) — Ein richtiges Fenster statt Terminal

    Open WebUI gibt Ihnen eine ChatGPT-artige Oberfläche über Ollama. Voraussetzung ist Docker:

    docker run -d -p 3000:8080 \ --add-host=host.docker.internal:host-gateway \ -v open-webui:/app/backend/data \ --name open-webui ghcr.io/open-webui/open-webui:main

    Dann im Browser http://localhost:3000 öffnen.

Welches Modell für welchen Rechner?

Grobe Faustregel — mehr Arbeitsspeicher (RAM) erlaubt größere, klügere Modelle.

Ihr RechnerEmpfohlene ModelleWas Sie erwartet
8 GB RAMllama3.2 (3B), phi3Flott, für einfache Aufgaben und Chat gut geeignet
16 GB RAMmistral (7B), llama3.1 (8B)Spürbar klüger, guter Alltags-Sweetspot
32 GB+ / gute GPUqwen2.5:14b, gemma2:27bRichtung Cloud-Niveau, auch für Code

Lieber im Video?

Datensparsam eingebunden: Das Video wird erst nach Ihrem Klick von YouTube geladen — vorher gibt es keine Verbindung dorthin.

🎬 Video-Tutorial folgt

Lokale KI mit Ollama einrichten — kommt in Kürze, dann als datensparsame 2-Klick-Einbindung.

Und der Datenschutz?

Das ist der eigentliche Gewinn: Ein Modell, das lokal läuft, sendet Ihre Eingaben an keinen Server. Keine Cloud, kein US-Anbieter, kein CLOUD Act — DSGVO-technisch unkritisch, weil schlicht keine Daten das Gerät verlassen. Für Berufe mit Schweigepflicht oder sensiblen Unterlagen ist das oft der Unterschied zwischen „darf ich nutzen" und „darf ich nicht".

Läuft es? Hakt es irgendwo?

Im Community-Forum tauschen wir Hardware-Kombis, Modell-Empfehlungen und Stolpersteine aus. Fragen sind ausdrücklich erwünscht.

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