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Sammelklage gegen Anthropic: Hält Claude, was die Werbung verspricht?
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- Claude
- KI-Abo

100 $
Preis Max-5x-Abo
„fünffachen (100 US-Dollar)"
200 $
Preis Max-20x-Abo
„zwanzigfachen (200 US-Dollar)"
3,5x
reales Kontingent statt beworbener 5x
„real nur das 3,5-fache statt des fünffachen Kontingents bei Max 5x"
6x
reales Kontingent statt beworbener 20x
„sechsfache statt des zwanzigfachen bei Max 20x"
Wer für ein teures KI-Abo bezahlt, will wissen, wie viel er dafür bekommt. Genau das wirft eine Sammelklage in den USA dem KI-Unternehmen Anthropic jetzt vor: Die Nutzungslimits der Claude-Max-Abos sollen deutlich niedriger ausfallen als beworben.
Was der Klage zugrunde liegt
Der Claude-Nutzer Karl Kahn hat im Namen zahlreicher Claude-Max-Abonnenten Klage eingereicht (Fall 3:26-cv-05763, Juni 2026, 35 Seiten). Der Vorwurf: Anthropic täusche Nutzer über die tatsächliche Höhe ihrer Nutzungslimits. Beworben wird das Max-Abo mit dem fünffachen (100 US-Dollar) beziehungsweise zwanzigfachen (200 US-Dollar) Kontingent gegenüber dem Pro-Abo. In der Praxis, so ein zitierter Nutzer, fühle sich das Wochenlimit “im Grunde genauso an wie bei X5” – er habe nach nicht einmal 36 Stunden schon die Hälfte seines Wochenlimits verbraucht.
Die Rechnung dahinter
Die Kläger stützen sich auf eine Infomail, die Anthropic im Juli 2026 an Abonnenten verschickte, als Wochenlimits eingeführt wurden. Darin nennt Anthropic konkrete Zeitangaben für die Arbeit mit Sonnet 4:
| Abo | Preis | Beworbenes Kontingent | Beworbene Sonnet-4-Nutzung pro Woche | Faktor laut Klage |
|---|---|---|---|---|
| Pro | Basis | 1x | 40–80 Std. | 1x |
| Max 5x | 100 $ | 5x | 140–280 Std. | 3,5x |
| Max 20x | 200 $ | 20x | 240–480 Std. | 6x |
Aus diesen Zahlen ergibt sich laut Klageschrift real nur das 3,5-fache statt des fünffachen Kontingents bei Max 5x – und das sechsfache statt des zwanzigfachen bei Max 20x. Die Kläger fordern Schadensersatz für alle betroffenen Nutzer. Am 18. September steht die erste gerichtliche Zusammenkunft an.
Kein Einzelfall
Es ist nicht die einzige Klage dieser Art: Der Nutzer Isabelo Pascual wirft Anthropic in einem separaten Verfahren (4:26-cv-07699) vor, die Kontingente zahlender Abonnenten durch Systemänderungen effektiv reduziert zu haben, während die vollen Preise weiterberechnet wurden. Dazu kommt Unmut über ein neues Wasserzeichen, das KI-generierte Texte kennzeichnet, und über eine für den 14. September angekündigte “Erhöhung” der Wochenlimits um 25 Prozent – die gegenüber dem aktuellen Bonus von 50 Prozent faktisch ein Minus von 17 Prozent bedeutet.
Wenn Sie selbst ein KI-Abo nutzen, ob privat oder im Betrieb: Verlassen Sie sich nicht allein auf Prozentangaben in der Werbung. Prüfen Sie, wie viele Stunden oder Anfragen Sie tatsächlich bekommen, und behalten Sie Ihren Verbrauch im Blick, etwa über die Kontoübersicht des Anbieters. Bei wiederkehrenden Änderungen an Limits lohnt sich ein Blick in die Ankündigungsmails – genau die dienen in diesem Fall als Beweismittel.
Meine Einschätzung
Erfreulich, oder?! Ich finde es gut, dass sich Nutzer hier wehren und das nicht einfach hinnehmen. Gerade bei Abos, die man als Selbstständiger oder kleiner Betrieb bucht, weil man auf verlässliche Arbeitszeit mit dem Tool angewiesen ist, muss man sich auf die beworbenen Zahlen verlassen können. Wenn “zwanzigfach” in der Werbung real nur “sechsfach” bedeutet, ist das kein Kleinigkeitenstreit, sondern ein handfestes Vertrauensproblem. Und dass ausgerechnet parallel eine “Erhöhung” der Limits angekündigt wird, die unterm Strich eine Kürzung ist, passt leider ins Bild. Ich hoffe, der Fall sorgt dafür, dass Anbieter ihre Kontingente künftig so kommunizieren, dass man sie auch nachrechnen kann.
Quelle der Meldung: heise online
Häufige Fragen.
Wie viel Kontingent bekommen Max-Abonnenten laut Klage tatsächlich?
Laut Klageschrift erhalten Sie bei Max 5x real nur das 3,5-fache und bei Max 20x nur das sechsfache Kontingent statt der beworbenen fünf- beziehungsweise zwanzigfachen Menge.
Wann findet die erste gerichtliche Zusammenkunft statt?
Am 18. September steht die erste gerichtliche Zusammenkunft an.
Gibt es noch weitere Klagen gegen Anthropic?
Ja, in einem separaten Verfahren wirft der Nutzer Isabelo Pascual Anthropic vor, die Kontingente zahlender Abonnenten durch Systemänderungen effektiv reduziert zu haben, während die vollen Preise weiterberechnet wurden.
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