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ASML-Monopol wackelt: Können Startups die teuerste Maschine der Welt nachbauen?

Eine einzige Firma aus den Niederlanden entscheidet praktisch darüber, wer heute Spitzen-Chips herstellen kann: ASML. Ihre EUV-Lithografiemaschinen sind so groß wie ein Doppeldecker-Bus, wiegen über 150 Tonnen und sind die einzigen Anlagen weltweit, mit denen sich die feinsten Strukturen für moderne Prozessoren belichten lassen. Ohne diese Maschinen kein iPhone-Chip, kein KI-Beschleuniger von Nvidia, kein High-End-Smartphone. Jetzt gibt es erste Startups, die genau dieses Monopol angreifen wollen.

Warum ASML praktisch konkurrenzlos ist

ASML hat sich diese Position über Jahrzehnte erarbeitet. Die EUV-Technologie (Extremes Ultraviolett) erfordert eine Kombination aus Präzisionsoptik, Plasmaphysik und Fertigungs-Know-how, die kaum ein anderes Unternehmen in dieser Tiefe beherrscht. Chiphersteller wie TSMC aus Taiwan, die laut Bericht fast 90 Prozent aller High-End-Chips produzieren, sind auf diese Maschinen angewiesen – jede einzelne kostet mehrere hundert Millionen Euro und wird quasi im Alleingang von ASML gebaut. Diese Abhängigkeit ist längst auch ein geopolitisches Thema: Wer die Maschinen kontrolliert, kontrolliert indirekt mit, wer moderne Chips bauen darf.

Der Treiber: KI braucht immer mehr Rechenleistung

Der Hunger nach Chips wächst durch den KI-Boom schneller, als die Fertigungskapazitäten mithalten können. Genau diese Verknappung macht Alternativen wirtschaftlich plötzlich interessant. Startups experimentieren deshalb mit anderen Ansätzen zur Chip-Belichtung, die weniger komplex und günstiger sein sollen als ASMLs EUV-Verfahren – etwa Verfahren, die auf andere physikalische Prinzipien setzen als die extrem aufwendige Plasma-Lichtquelle der ASML-Maschinen. Ob eine dieser Techniken tatsächlich mit der Präzision und dem Durchsatz von EUV mithalten kann, ist offen. Aber das Rennen um Alternativen ist eröffnet, wie der Bericht festhält.

Was das für die Chipbranche bedeuten könnte

Sollte es einem Startup gelingen, eine praxistaugliche und günstigere Alternative zu bauen, würde das den Wettbewerb in der Chipfertigung grundlegend verändern. Bislang diktiert ASML durch die schiere Marktmacht Preise und Lieferzeiten mit. Mehr Anbieter würden Fertigungskapazitäten breiter verteilen und einzelne Länder oder Konzerne weniger erpressbar machen – ein Aspekt, der angesichts der Exportkontrollen rund um Chip-Technologie durchaus politisch relevant ist.

Meine Einschätzung

Ehrlich gesagt: Ich finde es gut, dass hier überhaupt jemand ansetzt. ASML sitzt seit Jahren auf einem Monopol, das so ziemlich die gesamte moderne Elektronik am Laufen hält – da tut ein bisschen Konkurrenz der ganzen Branche gut, allein schon für Preise und Lieferzeiten. Realistisch bin ich trotzdem: Die Technik hinter EUV ist brutal komplex, ASML hat einen Jahrzehnte-Vorsprung und ein Patent-Dickicht, das man nicht mal eben umgeht. Ob eines dieser Startups am Ende wirklich liefert, weiß aktuell niemand. Aber versuchen sollten sie es auf jeden Fall – na dann mal gutes Gelingen!

Quelle der Meldung: t3n

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