Android bekommt im Juli neue Funktionen — ganz ohne System-Update
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„Mein Handy bekommt keine Updates mehr“ — diesen Satz höre ich oft, und er stimmt nur zur Hälfte. Denn Google verteilt viele Neuerungen gar nicht über das große Android-System-Update, sondern still und leise über die Play-Dienste, die auf praktisch jedem Android-Gerät laufen. Im Juli ist wieder so eine Lieferung unterwegs (Version 26.26 vom 6. Juli), und diesmal ist für Privatnutzer tatsächlich etwas Handfestes dabei.
Das Wichtigste: Backups, Backups, Backups
Drei der Juli-Neuerungen drehen sich um das Thema, das ich bei Hausbesuchen am häufigsten vermisse — Datensicherung:
- Dokumenten-Backup: Heruntergeladene Dateien (PDFs, Verträge, Tickets) werden automatisch in Google Drive gesichert. Das war seit Februar angekündigt und kommt jetzt nach und nach an.
- Nachrichten-Backup: SMS, MMS und RCS-Nachrichten lassen sich künftig gezielt sichern und wiederherstellen — praktisch beim Handywechsel.
- WhatsApp-Backup-Verwaltung: Die WhatsApp-Sicherung taucht direkt in den Geräteeinstellungen auf, statt nur tief in der App versteckt.
Daneben gibt es Verbesserungen, die eher Firmen und Vielnutzer betreffen: eine überarbeitete Kaufabwicklung für In-App-Käufe, bessere Arbeitsprofile (auch auf Wear-OS-Smartwatches) und neue Verwaltungsfunktionen für Chromebooks.
Muss ich etwas tun?
Nein — die Play-Dienste aktualisieren sich selbst, die Funktionen tauchen in den kommenden Wochen von allein auf. Wer nachschauen will: Einstellungen → Apps → Google Play-Dienste zeigt die installierte Version. Und wer die neuen Backup-Funktionen nutzt, sollte einmal prüfen, was da eigentlich wohin gesichert wird: Die Sicherungen landen in Google Drive, und die 15 kostenlosen Gigabyte dort sind schneller voll, als man denkt.
Meine Einschätzung
Dass Google Funktionen an alten Geräten nachliefert, ist grundsätzlich eine gute Nachricht — gerade für alle, deren Smartphone offiziell keine System-Updates mehr bekommt. Aber ich sage auch klar: Ein automatisches Backup in die Google-Cloud ist bequem, ersetzt aber kein durchdachtes Sicherungskonzept. Fotos, Dokumente und Kontakte sollten an mindestens zwei Orten liegen, von denen einer nicht bei Google ist. Und man sollte wissen, was man da in die Cloud schiebt — ein gescannter Ausweis im Download-Ordner wandert künftig eben automatisch mit. Quelle der Meldung: heise online
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